Unsere OGS ist ein Ort der Zusammenkunft vieler verschiedener Menschen. Wenn aus Fremden Freunde werden, tut sich ein großer Schatz voller Reichtümer auf, der eine unersetzbare Erfahrung darstellt. Kulturelle und interkulturelle Bildung wird bei uns täglich gelebt, die Vielfältigkeit bewusst wahrgenommen und geschätzt. Den Kindern werden so neue Tore zur Welt geöffnet. Unser Ziel ist es, die interkulturelle Kompetenz auszubauen, sprich Interkulturalität (Fremdheitserfahrungen) zu inkludieren und in Kulturalität (Normalität) zu wandeln. Akzeptanz und Toleranz spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Genauso wichtig wie das Bewusstsein für die Menschen ist uns auch das Bewusstsein für die Umwelt. Dazu gehört es, das System der ungestörten, wechselseitigen Beziehung der Lebewesen zueinander und zu ihrer Umwelt zu achten und dementsprechend zu handeln. Ökologisches Handeln in unserer OGS beinhaltet einen achtsamen und sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Umwelt, nachhaltig zu leben und die Tiere und Pflanzen der Natur zu achten. Ökologie liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, dafür möchten wir den Grundstein legen bzw. an vorhandene Kenntnisse anknüpfen.

Körperliches und seelisches Wohlbefinden ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung und Bildung, deshalb werden Ihre Kinder von uns in einem geschützten Raum betreut. Wir legen großen Wert auf einen routinierten und festen Tagesablauf, der Sicherheit spendet und an die kindliche Entwicklung angepasst ist. Das Mittagessen, die Hausaufgaben, die Freispielphasen und die Nachmittagsangebote finden immer in den gleichen Zeitblöcken statt.

Jeder Klasse/Hausaufgabengruppe ist ein fester Bezugspädagoge zugeteilt, der die Bezugsgruppe sowohl beim Mittagessen als auch bei den Hausaufgaben begleitet. Ihre Kinder haben somit einen festen Ansprechpartner, der für Sorgen, Nöte oder einfach mal zum Reden, Spielen und Basteln jeden Tag zur Verfügung steht. Der Bezugspädagoge ist in der Regel zwei Schuljahre für eine Gruppe zuständig. Mit dem Wechsel von der zweiten in die dritte Klasse, wechselt auch der Bezugspädagoge.

Das Bezugspädagogensystem ist elementar für die Stärkung der sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder, denn soziale Kompetenzen entwickeln sich über Beteiligung und in der Begegnung mit anderen. Beteiligung setzt Vertrauen voraus, welches sich durch das enge Verhältnis im Bezugspädagogensystem schneller aufbauen kann. Die oben genannten Kompetenzen sind die Grundlage für das Wohlfühlen in der Gemeinschaft, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz.

Gruppenraum12_2
Ruheraum_1
Kickerraum

 

Übergreifende Entwicklungsziele, die sich durch unseren Alltag ziehen, sind die Selbstkompetenz, die Sozialkompetenz und die Sach- und Methodenkompetenz.

Selbstkompetenz Sozialkompetenz Sach- und Methoden-kompetenz
• Positives Selbstkonzept entwickeln

• sich selbst – auch als Mädchen oder Junge –wahrnehmen,

• sich selbst als handlungsfähig und wirksam erleben,

• Schutzfaktoren und Bewältigungsmechanismen entwickeln,

• Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen lernen,

• Kreativität und Fantasie weiterentwickeln,

• eigene Fähigkeiten einschätzen,

• Urteilsfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit weiterentwickeln,

• Organisationsfähigkeit entwickeln.

• Meinungsunterschiede wahrnehmen,

• eigene Interessen in der sozialen Interaktion vertreten,

• sich über Mitwirkung in sozialen Zusammenhängen als zugehörig und selbst-wirksam erleben,

• Vorurteile überwinden,

• Formen des gemeinsamen Lebens entwickeln,

• Empathie weiterentwickeln,

• Kommunikationsfähigkeit differenzieren,

• interkulturelle Kompetenz

Und Rollenkompetenz aufbauen,

• Verantwortung übernehmen,

• Konfliktfähigkeit entwickeln,

• Kooperationsfähigkeit aufbauen,

• Umgang zwischen den Geschlechtern reflektieren

• Fertigkeiten zur Hand-habung von Materialien, Techniken, Gegenständen, Werkzeugen erlernen,

• Komplexität erfassen, mit Komplexität umgehen,

• mit allen Sinnen wahr-nehmen,

• verschiedene Handlungs-möglichkeiten ausprobieren und weiterentwickeln,

• (Lern-)Verhalten reflek-tieren und regulieren,

• Neugierde weiter-entwickeln,

• Wissen erwerben, anwenden und transferieren,

• Kommunikationsfähigkeit

Insbesondere durch Sprache ausbauen,

• Sinnzusammenhänge herstellen und Wissen in diesen Zusammenhängen aneignen und weiter-entwickeln.

Tab. 1: Basiskompetenzen

In den weiteren Rubriken können Sie nachlesen, wie wir in den einzelnen Bereichen arbeiten, um genau diese Basiskompetenzen zu fördern.

Quelle Tab. 1: Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Bildungsgrundsätze in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, Freiburg im Breisgau 2016, S. 72-73.